Winterpause

Die eine oder der andere wird sich schon gefragt haben, ob ich das Schreiben aufgegeben habe. Es war eine Pause. Wobei ich zu meiner Entschuldigung vorbringen muss, dass ich in der Zwischenzeit nicht untätig war. Meine Spendenaktion für Amnesty International hat perfekt geklappt, meine Unterstützer; „Wasserträger“, waren eine wundervolle Unterstützung, nochmals vielen Dank. Soweit möglich habe ich mich persönlich, meist per Fahrrad, vor Ort bedankt, natürlich nicht am Bodensee oder in Kassel.

Ich darf euch gestehen, dass die Schreiberei nicht ohne Anstrengung verläuft, das braucht schon Zeit, und in manchen Fällen muss ich auch recherchieren. Stimmt das mit dem Sonnenaufgang in Paris zu dieser Uhrzeit? Oder verwechsele ich zwei Aufenthalte in der Seinemetropole? Meist ist mein Gedächtnis noch ganz gut, vor allem was die Geografie und Gegebenheiten angeht, Daten muss ich kontrollieren. Während meiner Tour im Sommer war das Schreiben besonders anstrengend, vielleicht war gerade deshalb eine Pause notwendig. Es ist mir im Nachhinein erst richtig bewusst geworden, dass ich abends richtig fertig war. Wenn ich meine Texte im Nachhinein wieder lese, die Rechtschreibfehler bemerke, und mich sehe, wie ich auf ein Abendessen wartete oder im Bett lag gegen elf Uhr abends oder morgens um sechs, und schrieb auf der Minitastatur des Smarties, mit dicken Fingerkuppen immer wieder zwei Buchstaben erwischend, das war schon hart.

Ihr merkt aber auch, dass es mir Freude bereitet hat: Ja, es war ein irres Erlebnis. Es ist durchaus vergleichbar mit der Perureise, die ich letztes Jahr beschrieben habe. Ich bin mir sicher, es sind die Unwägbarkeiten, die diese Abenteuer ausmachen, die sie in der Erinnerung einprägen. Jeden Morgen, jede Stunde am Tag die Frage, wie es weiter geht. Andererseits verläuft alles in geordneten Verhältnissen, risikolos, zumindest nicht mehr Gesundheitsrisiko als bei einem üppigen Abendessen in einem Hotel. Nur unberechenbar, nicht nur beim Essen.

Anfang Januar, in Leicks Hof, durfte ich mein Projekt vom letzten Jahr mit Vortrag und Lesung aus diesem Blog vorstellen. Auch dies war eine neue Erfahrung für mich, erforderte Vorbereitung: Texte auswählen und anpassen, zeitliche Abstimmung, Fotos zum Vortrag, Vorlesen üben, Informationen über amnesty zusammenschreiben, Überleitungen formulieren, damit das ganze auch etwas lebendig wird. Schließlich will ich meine Begeisterung fürs Radfahren und für die Menschenrechte ja irgendwie auch rüberbringen. Denn es soll, wenn möglich, an Spenden noch etwas hinzukommen. Es hat gut geklappt. Nach einigen Kommentaren wage ich zu behaupten, dass die Zuhörer zufrieden waren. Nach der Veranstaltung schauten Eckhard und ich zufrieden in den Spendenhut und genehmigten uns einen Wein bzw. ein Pils.

Heute Nacht ist meine Aktion für //www.amnesty-in-bewegung.de/projekt/2020/1000-km-fuer-die-menschenrechte zu Ende gegangen. Die Gesamtspendensumme beträgt € 11.111. Ihr könnt euch ausrechnen, wieso und wie es gerade dieser Betrag wurde, es sollte halt passen. Und wenn jetzt noch jemand nachlegen möchte, dann aber bitte so, dass sich wieder eine besondere Zahl ergibt-nächsthöhere Quadratzahl oder Primzahl, oder schöner: Palindromzahl, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Autor: fuerfreiheitkaempfen

Seit 1975 bin ich Mitglied bei amnesty international. Im September 2017 habe ich mit dem Fahrrad den Mont Ventoux erklommen und dies mit einer Spendenaktion für amnesty international verbunden. In diesem Jahr werde ich Deutschland mit dem Fahrrad durchqueren und bitte wieder um Spenden an AI. Meinen Blog werde ich weiterführen als Dankeschön.

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