30.Januar: Warum amnesty international?

1961 wurden in Portugal zwei Studenten verhaftet, weil sie in einem Café auf die Freiheit angestoßen hatten. Eine Zeitungsnotiz darüber veranlasste den britischen Rechtsanwalt Peter Benenson einen Zeitungsartikel über „Die vergessenen Gefangenen“ zu veröffentlichen und die Freilassung von acht politischen Gefangenen aus aller Welt zu fordern. Er löste damit eine Flut von Appellschreiben an die entsprechenden Regierungen aus, dies war der Beginn von amnesty international.

Ich persönlich habe amnesty international gegen Ende meiner Schulzeit kennengelernt, in einer Lebensphase, in der man vom Recht auf freie Meinungsäusserung oft intensiv Gebrauch macht. Natürlich hat mich allein schon deshalb die Arbeit von amnesty international sehr interessiert, seit 1975 bin ich Mitglied. Im Laufe der Jahre habe ich Info-Stände aufgebaut und Vorträge gehalten, ich habe Konzerte, Gottesdienste und Ausstellungen mit organisiert, bin mit der Sammelbüchse von Haus zu Haus gegangen und habe auch mal einen dreitägigen Solidaritätshungerstreik auf dem St. Johanner Markt mitgemacht. Ich habe tausende von Briefen geschrieben in viele Länder rund um den Globus, von China bis Chile, von Iran bis USA. Denn in vielen Ländern ist es nicht erlaubt einfach mal die Klappe aufzumachen und die eigene Meinung zu sagen. Wer es trotzdem macht, der wird bedroht, gefoltert oder sogar ermordet.

Der Einsatz ist oft ermüdend und deprimierend. Aber dann kommen auch immer wieder mal Erfolgsmeldungen, die Mut machen, fröhlich stimmen oder Freudentränen in die Augen treiben.

Zitat Augustin Glokpon aus Togo nach seiner Freilassung: “ Wenn die Behörden >amnesty< hören, bekommen sie Angst. Für uns war es im Gefängnis ein großer Trost zu wissen, dass Amnesty International sich für uns einsetzte. Sie haben sich ständig nach unserer Situation erkundigt, Anfragen an die Behörden gestellt und Aktionen durchgeführt, mit denen sie unsere Freilassung forderten. Das war entscheidend für unsere Entlassung aus der Haft.“

Amnesty arbeitet erfolgreich

  • für die Freilassung von Menschen, die allein deshalb inhaftiert sind, weil sie friedlich ihre Überzeugung vertreten oder die wegen ihrer Herkunft, sexuellen Orientierung oder Religion verfolgt werden
  • für die Rechte von Flüchtlingen
  • für die Rechte von Frauen und Mädchen
  • für die Verhinderung von Folter, Todesstrafe und politischem Mord
  • für den Schutz von Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidigern
  • für wirksame Kontrollen des Waffenhandels
  • für die Förderung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte
  • für das Recht der Privatsphäre
  • für die Aufklärung von Menschenrechtsverletzungen und die Bestrafung von Täterinnen und Tätern

Ich engagiere mich zur Zeit für Leopoldo López, der inhaftiert ist, weil er von seinem Recht auf freie Meinungsäusserung und Versammlungsfreiheit Gebrauch machte  indem er auf einer Protestkundgebung gegen die Politik der Regierung Venezuelas redete.

amnesty international – ich bin dabei

23.Januar, Training?

Hin und wieder sehe ich zähe Burschen, die auch bei Minusgraden Rad fahren, mir persönlich ist es jedoch ein wenig zu kalt, um im Freien zu fahren. Ich werde mich im Studio auf ein Spinningrad setzen, um etwas zu trainieren. Ansonsten ist bei diesem kalten aber dennoch herrlichem Wetter eine stramme Wanderung ja auch gesund.

Am vergangenen Wochenende sind wir für zwei Tage nach Würzburg gefahren. Ich bin dabei, ein Wochenende mit meinen Studienkollegen zu planen. Wir treffen uns jedes Jahr an einem Sommerwochenende an anderen Orten mit sehr unterschiedlichem Programm, mal mehr sportlich, mal mehr kulturell orientiert. Ein Schwerpunkt sind natürlich die Abende mit gutem Essen und Trinken und reichlich Sitzleder, da kam es auch schon vor, dass uns die Hotelbar zur Selbstbedienung überlassen wurde. Das geht jetzt schon seit 40 Jahren so, eine beachtliche Zeit, die natürlich nicht spurlos an uns vorübergegangen ist, dies jetzt nicht aufgrund der Hotelbar.

Die Witterung gestern und vorgestern war nicht übel und mein Programm für das Sommerwochenende steht so ziemlich. Wir haben ein kleines Hotel mit Weingut in Volkach am Main 30km östlich von Würzburg gefunden, von dort ist auch das Bild oben.  Freitags nachmittags werden wir eine Wanderung zu einer Burg hovh über auf einer Mainschleife machen, die Burg ist bewirtschaftet, dort werden wir auch abends essen und dann nachts zurückwandern. Samstags fahren wir nach Würzburg, machen dort eine Stadtführung und besichtigen die Residenz. Später besichtigen wir noch einen Barockgarten in der Nähe, der war jetzt im Winter noch geschlossen, soll aber fantastisch sein. Die Fürsten lebten nicht schlecht, wir werden dann wieder abends zur Sache gehen. Sonntags dann noch gemeinsames Frühstück, danach Heimreise .

Gestern sind wir auf dem Rückweg teilweise über Land gefahren durch Spessart und Odenwald, durch wunderschöne Schneelandschaft. Am Limes, dem antigermanischen Schutzwall der Römer, war dann noch Gelegenheit, sich über Zuwanderung Gedanken zu machen. Abschottung hat in der Geschichte nie langfristig funktioniert, wozu auch. Wir Saarländer, schon vor knapp 2000 Jahren eine Melange aus Germanen, Galliern, Römern, und, und. Von allen haben wir etwas abbekommen, und ich behaupte mal einfach: die guten Dinge und Eigenschaften bleiben hängen, weil sie auf Dauer erfolgreicher sind. Auch hier spielen Essen und Trinken als Grundbedürfnisse eine große Rolle, sowohl was die Ernährung angeht, als auch als soziale Handlung. Was hat uns der Süden an Gemüsen beschert, und nicht zuletzt Nudelgerichte dank unserer Saarländer aus Sizilien. Wer isst nicht gerne ein würziges Kebap? Ich bin gespannt auf das erste syrische Restaurant, aus früheren  Erfahrungen  kenne ich die orientalische Küche ein wenig.

Übrigens. Der obergermanische Limes war über 500km lang zwischen Rhein und Donau, mit Wällen, Befestigungsanlagen, Kastellen und Wachtürmen. Vielleicht sollte Trump sich das mal ansehen, mit Frauke Petry als Fremdenführerin. Thema: Abschottung und was davon bleibt.

Ich bin kein Historiker, kein Soziologe.

So und jetzt, ab ins Studio aufs Fahrrad, sonst bin ich bis zum September im Stadium der Schnecke oben: rostig, aber ohne Luft.

 

18. Januar, Fleischkonsum, Rezept

img_20160915_133327

Peperonis in meinem Garten

Gestern im Radio ein Interview über unsere Fleischproduktion und seine Nebenwirkungen: Da enorme Futtermengen weltweit für unsere Fleischproduktion  aufgekauft werden, erhöht sich der Weltmarktpreis, dadurch werden Grundnahrungsmittel in armen Ländern teurer. Von dem hier produzierten Hähnchen essen wir Deutsche meist nur die Brust und die Keulen. Der Rest wird dann wieder nach Afrika exportiert und dort zu Schleuderpreisen auf den Märkten verhökert, die örtlichen Bauern können mit diesen Preisen für unsere Reste nicht mehr mithalten: Sie stellen ihre  Hühnerzucht ein. Zwei üble Rückkopplungen.

Meine Konsequenz als Nichtvegetarier: Fleischmenge reduzieren, Produkte aus der Umgebung. Ich kaufe komplette Hühner und Hähnchen von Familie Seiwert in Gerlfangen, dort kaufe ich auch Eier. Es sind Bio-Tiere aus Freilandhaltung, die auf einer richtig großen Wiese herumlaufen können. Ich versuche alles zu verwerten.

Bei einer Reise durch Peru 1980 hatte ich einen kleinen Einblick in das Leben dort, von dort auch mein Rezept. (für vier Personen)

Ají de Gallina, Huhn in scharfer Nuss-Sauce

Ein Suppenhuhn wird mit Wasser bedeckt mit Suppengemüsen gut weichgekocht. Die Brühe kann man portionsweise einfrieren zum späteren Gebrauch für Risotto, Minestrone oder Couscous.  Wenn das Huhn soweit abgekühlt ist, dass man es anfassen kann, löst man das Fleisch von den Knochen, zerteilt es in 1/2 cm breite Streifen. Knochen und Haut sind der einzige Abfall.

Zum abschließenden Garnieren zwei Eier hart kochen, schälen und vierteln. Zwei Peperonis entkernen und längs in schmale Streifen schneiden, schwarze Oliven bereitstellen.

Acht Scheiben Weißbrot werden mit Milch zu einer Paste verarbeitet. In etwas Olivenöl wird eine dicke kleingehackte Zwiebel glasig gedünstet, eine Knoblauchzehe dazu drücken, Pfefferschotenpüree und eine Tasse gemahlene Walnüsse, ca 1 Teelöffel Salz, Pfeffer. Bei leichter Hitze noch ein paar Minuten dünsten. Mit den Pfefferschoten ist Vorsicht geboten, Schärfe ist Geschmackssache, mit Paste oder gemahlenem Chili kann jeder sich auch nach eigenem Gusto nachwürzen. Man kann Chilis selbst pürrieren oder Harissa verwenden. Bei der Verarbeitung von Hand sind Handschuhe nicht unzweckmäßig und auf keinen Fall die Augen reiben. Ich habe dieses Rezept mal für 20 Personen gekocht ohne mich vorzusehen, auf der anschließenden Fahrt nach Saarbrücken hielt ich immer eine Hand zum Fenster raus, die Finger waren bestens durchblutet.

Zwischenzeitlich sollte man schon mal gut ein Kilo Pellkartoffeln aufstellen.

Jetzt gibt man das eingeweichte Brot und die Fleischfasern in die Pfanne zu der Zwiebel-Nussmischung, 1/4 Tasse gemahlenen Parmesan und soviel Milch, dass die ganze Masse leicht cremig ist, warm halten bis die Kartoffeln gepellt sind, damit nichts anbrennt zwischendurch rühren und bei Bedarf noch etwas Milch zugeben. Die Kartoffeln in Scheiben von 5mm Dicke schneiden und dann eine Schüssel abwechselnd mit Kartoffeln und Paste auffüllen, die obere Schicht sollte Paste sein. Dann die vorbereitete Garnitur zu einem schönen Bild obenauf legen. Ich bevorzuge symmetrische Figuren, weil die den Geschmack nicht beeinflussen. Wer diese Erfahrung nicht mit mir teilt, sollte dieses Essen mit Freunden teilen, das Rezept auf Facebook teilen und mir die Erfahrungen mitteilen.

Ein knackiger Salat passt gut dazu.

Die Sauce kann man am Tag zuvor vorbereiten. Das fertige Gericht wegen der Kartoffeln besser nicht einfrieren, aber die Sauce kann man einfrieren.

Wenn man sich mal den Mund mit Chili verbrannt hat, hilft das Kauen von Kokosraspeln sehr gut, aber auch trockenes Brot mit etwas Öl ist nicht schlecht. Brennende Finger kann man auch mit Speiseöl abreiben, das wusste ich damals noch nicht, ich glaube, ich hätte sogar unterwegs das Getriebeöl vom Ölstab genommen.

15.Januar, Hilfe für Leopoldo López! in Haft wegen Kritik an der Regierung

0000aaaaaa44

Seit Anfang Dezember engagiere ich mich für die Freilassung des politischen Gefangenen Leopoldo López in Venezuela. Bis jetzt sind meine Bemühungen erfolglos. Ich bitte euch alle, höfliche Briefe an die Botschaft von Venezuela zu schreiben und seine Freilassung zu fordern. Nur vielfacher öffentlicher Druck kann helfen.

Botschaft der Bolivarischen Republik Venezuela 

S.E. Herrn Ramón Orlando Manigilia Ferreira

Schillstr. 10

10785 Berlin

Leopoldo López wurde am 18. Februar 2014 verhaftet, sechs Tage nach einer Rede auf einer Kundgebung gegen die Regierungspolitik. Er wurde beschuldigt zur Gewalt aufgerufen zu haben. Nach eineinhalb Jahren Unter- suchungshaft wurde Leopoldo nach einem unfairen Gerichtsverfahren zu 13 Jahren und 9 Monaten Haft verurteilt. Von 60 Entlastungszeugen wurde nur einer gehört. Andere Beweise der Verteidigung wurden nicht zugelassen.

Präsident Maduro hatte einen Tag vor der Urteilsverkündung eine Haftstrafe für Leopoldo López gefordert und somit Druck auf das Gericht ausgeübt.

Amnesty International betrachtet Leopoldo López als gewaltlosen politischen Gefangenen.

Dank an alle Unterstützer! Ich werde euch auf dem Laufenden halten.

13.Januar, Liebe zu Frankreich, 1. Teil

Mit 12 Jahren fuhr ich mit meiner Schwester zu ihrer Brieffreundin Françoise auf einen Bauernhof in der  Region Charente, so 100 km nördlich von Bordeaux. Wir sollten dort fünf Wochen Sommerferien verbringen. Wir wurden herzlich aufgenommen, schon tags darauf fuhren Schwester und Brieffreundin in ein Ferienlager: Ich war allein mit Familie Véchambre, von denen niemand deutsch sprach, ich, mit eineinhalb Jahren Schulfranzösisch, eine Herausforderung und ein fantastisches Abenteuer.

Von morgens bis abends war ich mit M. Véchambre unterwegs. Es gab so viel zu sehen und zu tun. Er erklärte mir alles mit größter Geduld, die Verständigung war nicht ganz einfach, aber doch unproblematisch.

Bauernhöfe waren damals, 1965, noch das, was man sich heute so romantisch darunter vorstellt. Keine Hochleistungsmilchkühe, ein Dutzend Kühe wurde morgens auf die Weide gebracht und abends zum Melken in den Stall, die Kälber wurden in „Hausgeburt“ zur Welt gebracht. Es gab ein paar Schweine für die Abfälle, später dann für den … Braten., Hühner, Perlhühner, Truthähne, Kaninchen, die zwei Hunde Bobby und Youppie. Wir haben in den Gemüsegärten Unkraut gejätet und geerntet. Zumindest im Sommer fast absolute Selbstversorgung Ich lernte manche Gemüse kennen und auch essen, die wir damals hier im Saarland noch nicht so kannten: Artischocken, Auberginen, Zucchini. (Dafür waren meine Rummelboozen die Überraschung für die Nachbarn.) Unser Wasser wurde per Windrad aus einem Brunnen gefördert.

Im kleinen Weinberg durfte ich Traktor fahren. Es gab Bienenstöcke, Hasel-, Walnuss- und Lorbeerbäume. Wir haben Heu gemacht und eingefahren. Ein Großereignis war das Dreschen des Getreides. Die Bauern der Umgebung halfen sich gegenseitig, zwei Tage lang wurde bei uns gearbeitet. Dann gab es ein Fest für die Helfer, einige Hühner hatten dran glauben müssen, und ich durfte reichlich Wein ausschenken. Ich schlief irgendwann ein in einer Ecke der Scheune, in der gefeiert wurde. Ich war jeden Abend todmüde, für Heimweh keine Zeit.

An einem anderen Tag fingen wir Rinder ein, die für den Schlachthof bestimmt waren, sie hatten ihr Leben auf einer Weide verbracht, einige Tiere weinten, als sie in den Hänger getrieben wurden. Verlust der Freiheit oder Vorahnung? Wir sollten jedes Nahrungsmittel mit Genuss und Ehrfurcht essen.

Es war einfach toll, jeden Tag ein neues Erlebnis, jeden Tag neue Dinge kennengelernt, dazu noch gute Fortschritte in der französischen Sprache, in Franz hatte ich nie mehr ein Problem am Gymnasium. Der Grundstein meiner Liebe zu Land und Leuten war gelegt.

Und noch etwas habe ich gelernt. Ich war allein unter Fremden, die zu Freunden wurden. Ich habe viel Fremdes gesehen, kennen- und lieben gelernt. Bis heute bin ich neugierig, Berührungsängste kenne ich kaum. Deshalb will ich noch viel Neues erleben!

10.Januar, Winter, Rezept

Es ist winterlich, Radfahren ist im Augenblick nicht so das Ding. Freitag Nachmittag eine Wanderung durch gefrorenen Schnee, das Weihnachtsesssen wird verarbeitet.

Die Vögel im Garten sind versorgt, jetzt ist die  Zeit für die eigenen Verpflegung in knappen Zeiten, sprich Radtouren zu sorgen:

Im letzten Winter habe ich Quittengelee gekocht, danach bin ich auf das Rezept für Quittenbrot gestoßen, früher hat man alles verwendet. Also mal ausprobieren.

Das habe ich jetzt gemacht:

Zuerst einmal mein Rezept für Quittengelee:

Auf die Mengen kommt es nicht soo genau an!

den Flaum von einigen Quitten abreiben, einige Äpfel waschen, alles schälen und Kerngehäuse entfernen, stückig schneiden (harte Arbeit), dann mit 200ml Apfelsaft im Dampftopf erhitzen und 15 min weich kochen, oder sonstwie entsaften, durch ein Sieb gießen und auspressen, die Pampe im Sieb beiseite stellen für später.

2 Biozitronen und 3 Bioorangen auspressen, den Saft und die Schale von einer Zitrone und 2 Orangen abraspeln und zugeben, mit dem Quitten-Apfelsaft vermischen, die Menge bestimmen und entsprechend mit Gelierzucker 2:1 für 5 Minuten aufkochen ( Ich nehme diesen Gelierzucker sonst wird mir die ganze Sache zu süß.) In Gläser füllen und fertig.

(Wer keine Riegel herstellen will schält nicht und lässt die Gehäuse drin, man braucht dann weniger Gelierzucker, Quitten enthalten viel Pektin.)

Und nun zu den Quittenbrotriegeln:(Abb. oben rechts)

Zu der beiseitegestellten Pampe gebe ich Zucker (nach Geschmack), gehackte Walnüsse, gehackte Erdnüsse, gehackte getrocknete Äpfel, Sesam, alles was so anfällt, ( um ordentlich Kalorien und schnell verfügbaren Zucker drin zu haben, kann man auch Gucosesirup oder Traubenzucker zugeben), dann nach und nach Haferflocken und etwas Weizenkleie zum Binden der Flüssigkeit untermischen, dazwischen etwas warten, die Flüssigkeit wird nach und nach gebunden. Wenn die Mischung einigermaßen formbar ist und auf dem Papier des Backbleches nicht mehr verläuft, dann Riegel in der gewünschten Größe formen, es dürfen auch Herzen oder Fahrräder sein (dann bitte ein Foto schicken) und im Backofen bei 60° oder auf der Heizung trocknen. Wenn die Riegel nicht mehr so klebrig und einigermaßen hart sind wickle ich sie in Backpapier ein und lege sie in die Gefriertruhe. Sie dürften sich aber auch ohne Kühlung einige Zeit halten, habe ich noch nicht ausprobiert.

5. Januar: Erster Blogbeitrag

Peu à peu werde ich diesen Blog bearbeiten und perfektionieren. Ich werde mich einarbeiten.

Zu Beginn zuerst einmal meine Gründe dafür einen Blog einzurichten.

Während meines Studiums stieß ich 1975 auf die Menschenrechtsorganisation amnesty international. ( weitere Informationen unter http://www.amnesty.de ). Seit dieser Zeit bin ich Mitglied. Inzwischen ist viel Zeit vergangen und mein Berufsleben ist vorüber. Jetzt will ich meine Zeit weiterhin sinnvoll einsetzten, was liegt näher als mein Engagement bei amnesty international zu verstärken.

Zum ersten habe ich begonnen, einen einzelnen Gefangenen mitzubetreuen, meines Erachtens eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe, ich werde in ein paar  Tagen mehr dazu berichten.

Zum zweiten will ich meine Passion des Radfahrens mit einer Benefizaktion für amnesty international verbinden. Der Mont Ventoux hat mich seit einem Aufenthalt in der Provence und seit den Tour de France Übertragungen im Fernsehen immer wieder fasziniert. Und dann kam irgendwann die verrückte Idee, dort selbst einmal mit dem Fahrrad hochzufahren oder mich hoch zu kämpfen, mit 63 Jahren vielleicht nicht so ganz einfach. Ich suche Menschen, die für amnesty international spenden (www.amnesty-in-bewegung.de) und mich dadurch motivieren zu kämpfen, beim Trainieren und beim Aufstieg.