Liebe zu Frankreich: Chansons

Ersten Kontakt zum französischen Chanson habe ich während meines Frankreichaufenthaltes 1966 in der Charente. Die Brieffreundin meiner Schwester, Françoise, besitzt eine Single von Françoise Hardy mit den Titeln „Oh,Oh Chérie“ und „Tous les garçons et les filles“, die wir natürlich des öfteren anhören. https://www.youtube.com/watch?v=0aLoezucIzk Die Musik geht mir ins Ohr. Die Melodie dieser Musik, aber auch der französischen Sprache halten mich bis heute in Bewunderung. Ein paar Jahre später finde ich diese Interpretin mit langen Haaren und Minirock natürlich erst recht ganz toll, da läuft dem Heranwachsenden bei „J’ai chaud, j’ai froid“ ein Schauer über den Rücken. Inzwischen habe ich die ersten Chansons von Georges Moustaki gehört und verinnerlicht, dank der wöchentlichen Sendungen von Pierre Séguy im Saarländischen Rundfunk. Ich nehme per Mikrofon Radiodendungen mit meinem Tonbandgerät auf, übrigens ein Gerät von Uher, damals guter Standard, das ich mir leiste, weil ich eine im Preisausschreiben gewonnene Reise an die Adria weiterverkaufe. Da meine Französischkenntnisse bei weitem nicht ausreichen, um die Texte richtig zu verstehen, mache ich mich daran, die Inhalte bruchstückhaft aufzuschreiben. Irgendwann habe ich dann die Idee, Pierre Séguy via SR persönlich anzuschreiben und ihn um Texte und Übersetzungen zu bitten. Ich bekomme sehr bald einen dicken Briefumschlag mit Material, das ich verwende, um einen Chansonabend mit unserer Jugendgruppe zu gestalten: Der Anklang ist eher mäßig, was meine Begeisterung für Moustakis Texte nicht mindert. Besonders „Ma Liberté“ hat es mir bis heute angetan.

Andere Interpreten höre ich, gefallen mir, manche Stücke interessieren mich, z.B. „Paris, s’éveille“ darüber habe ich geschrieben in https://wordpress.com/block-editor/post/fuerfreiheitkaempfen.wordpress.com/6251 Auch das Chanson von Barbara ,“Göttingen“ berührt mich, diese zarte Stimme, diese muntere Interpretation und vor allem diese lustige Aussprache des „Göttinggen“. Jahrzehnte später sitze ich auf einem Schiff zwei Studentinnen aus Göttingen gegenüber und frage sie, ob sie „Göttinggen“ kennen. Sie kennen es leider nicht. Gerade erst ein paar Tage zuvor habe ich etwas über die Entsstehungsgeschichte des Liedes gehört. Für mich ist der Punkt zum Nachforschen gekommen: https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6ttingen_(Lied) Es ist wichtig zu wissen , dass Barbara, 1930 als Tochter jüdischer Eltern geboren, während der deutschen Besatzungszeit im Département Isère versteckt, eine Antipathie gegen alles Deutsche hegte. 1964 lud ein Fan, ein Herr Klein, Direktor des Jungen Theaters Göttingen , sie zu einem Konzert ein, das sie nach anfänglicher Absage dann doch noch unter Bedingungen zusagte.

Als sie in Göttingen eintraf, stand der versprochene Flügel nicht zur Verfügung, und sie wollte ohne Konzert abreisen. Eine alte Dame der Stadt stellte einen Flügel zur Verfügung, den zehn Studenten durch die Stadt zum Konzertsaal trugen. Sie hielt ihr Konzert und verlängerte ihren Aufenthalt um eine Woche. Berührt durch die Eindrücke der letzten Tage schreibt sie am Nachmittag vor dem letzten Auftritt die Rohfassung für das Chanson „Göttingen“. Es war und ist eine Hymne gegen Ressentiments, die sie selbst vorher hatte, die sie durch die positiven Erfahrungen mit den Menschen in Göttingen in dieser Woche beiseite schob und auch überwinden lernte. Dieses Chanson wurde in Frankreich sehr bekannt und leistete einen enormen Beitrag zur deutsch-französischen Verständigung. Wie so oft spielen Gefühle und Empfindungen eine größere Rolle als Logik und Raison, in diesem Falle, glücklicherweise. Den Text gibt es unter diesem Link: https://www.songtexte.com/songtext/barbara/gottingen-6bca02ee.html

Georges Brassens und Jacques Brel lerne ich erst spät kennen und schätzen, was auch, vor allem bei Brassens, mit fehlender Sprachkenntis zu tun hatte. Hier hat mir mein französischer Freund André oft weitergeholfen, weil so manches unflätige Wort aus der Umgangssprache, dem argot, in keinem Dictionnaire zu finden ist. Ich wage zu behaupten, er ist Brassens-Kenner, und es ist wundervoll, wenn ich zu einem der Titel die gesellschaftspolitischen Hintergründe der damaligen Zeit erfahre oder endlich begreife, was ein Text eigentlich ausdrücken soll. Man lernt nie aus.

Aktuell höre ich gerne Zaz, quirlig, munter, mit Texten, die mich ansprechen. Meine Liebe zu Moustaki dauert an. Deshalb ein relativ unbekanntes Chanson zum Schluss: „Joseph“. Ein etwas anderes Liebeslied, einfühlsam und mit besonderer Ironie. Der Text auf Französisch: https://www.metrolyrics.com/joseph-lyrics-moustaki-georges.html und meine Übersetzung:

Das hast du nun davon, mein lieber Josef, dass du unbedingt die hübscheste haben wolltest unter den Mädchen aus Galiläa, die, die man als Maria kannte. Mein guter Josef, du hättest Sarah oder Deborah haben können, und nichts wäre passiert, aber du hast Maria allen vorgezogen. Mensch, alter Kumpel, du hättest zuhause bleiben können, weiterhin dein Holz tischlern, stattdessen bist du mit ihr in die Fremde abgehauen, um dich mit ihr zu verstecken. Du hättest mit ihr Kinder bekommen können, und ihnen deinen Beruf beibringen können, wie ihn dein Vater dir beibrachte. Warum, Josef, musste dein unbefangenes Kind diese seltsamen Ideen haben, die Maria so oft zum Weinen brachten. Manchmal denke ich an dich, Josef, mein bedauernswerter Freund, wenn sie über dich lachen, über dich, der doch nicht mehr wollte, als einfach nur glücklich mit Maria zu leben.

Immerhin hat es Josef geschafft, noch nach 2000 Jahren im Gedächtnis vieler Menschen zu sein, mit dieser romantischen Geschichte von ungewollter Schwangerschaft, von zu Hause durchbrennen, einem etwas sonderbaren Kind, vermutlich hochintelligent, vielleicht auch hyperaktiv. Die meisten, die noch nach so langer Zeit im Bewusstsein geblieben sind, mussten ganz andere Dinge leisten: in einer Tonne leben oder Winkel im Dreieck berechnen, Schatten an einer Höhlenwand beobachten. Andere schickten Tausende in den Tod oder schrieben darüber, stiegen mit Cäsaren ins Bett, eroberten die halbe Welt oder brannten ihre Hauptstadt ab, um etwas Bleibendes zu hinterlassen. Ich glaube nicht daran, dass einer von den oben genannten jemals erfahren hat, was aus ihm/ihr geworden ist oder im kollektiven Gedächtnis geblieben ist, ob sie tatsächlich Geschichte gemacht haben. Dem Einen oder der Anderen würde ich es wohl gönnen, ob im Positiven oder Negativen sei dahingestellt, manche sollte man einfach vergessen, viele sind längst vergessen. Uns bleiben immerhin neben allem einige schöne Chansons und diese Hommage an den alten Josef:

Hörprobe: https://www.youtube.com/watch?v=cbAqF3omR94

Gedankensprünge: Parabel über das Ertrinken

Zehn Personen stehen an einem lauen Herbstabend am Fluss und geniessen die Abendstimmung. Es kommt etwas Unruhe auf, als der jüngste von ihnen äussert, Hilferufe zu hören. Ihm wird die übliche Panikmache unterstellt, er solle nicht immer die Stimmung verderben. Einige Minuten später, die Rufe sind lauter geworden, behauptet auch ein zweiter, sie wahrzunehmen. Nach geraumer Zeit, die Rufe sind inzwischen so eindringlich geworden, dass die meisten das Gefühl bekommen, etwas tun zu müssen: „Da scheint wirklich jemand zu ertrinken, wir sollten helfen!“ Zwei der Anwesenden denken daran, ein Floß zu bauen. Drei andere verwerfen die Idee als zu teuer, und, man könnte dabei auch nasse Füsse bekommen. Man einigt sich darauf, ein paar Balken in den Fluss zu werfen: Er könnte sich schon selbst helfen, es würden sich sicherlich auch findige Menschen daran machen, aus diesen Hilsmitteln etwas Neues zur Rettung zu entwickeln. Das findet einer der Anwesenden als perfekte Verschwendung: der Ertrinkende bräuchte doch nur seine Schwimmtechnik zu verbessern, um sich zu retten. Zwei der Anwesenden, stark sehbehindert, behaupten, dass hier niemand ertrinken könne, da sie keinen Fluss sähen.

In den asozialen Medien, hier Facebook, lese ich, dass der erste, der aufmerksam wurde, den Ertrinkenden in den Fluss gestoßen haben soll. Gepostet von denen, die den Fluss gar nicht sehen wollten. Er sei auch Schuld daran, dass das Holz für Balken knapp und teuer geworden sei. Ausserdem sei er auch verantwortlich dafür, dass der Fluss ausgetrocknet sei.

Wasserträger

Diesen Begriff habe ich in den Beiträgen der letzten Monate mehrmals verwendet. Eigentlich mehr ironisch, denn ich bin kein Radprofi, und niemand ist vor, neben, hinter mir her gefahren.

Eines will ich klarstellen: Wasserträger ist kein herabmindernder Begriff. Einige meiner Leser sind radsportbegeistert, die dürfen schnell überlesen, aber auch ihnen danke ich. Den anderen will ich kurz erklären, wie wichtig im Radsport Wasserträger sind. Kein Merckx, kein Armstrong, kein Ullrich, kein Indurain, kein Froome hätte ohne seine Helfer seine Siege erreicht. Es sind die vielen oft namenlosen Rennfahrer, die Windschatten bieten, um ihrem Leader Energie zu sparen, die Wasserflaschen (daher der Name) und Energiefutter herbeifahren, die sich abrackern, um den Teamchef nach einer Reifenpanne wieder ins Fahrerfeld zu bringen, bei Totalschaden sogar ihre Maschine überlassen. Manche sind nicht namenlos geblieben, wie beispielsweise George Hincapie, Edelhelfer von Armstrong nannte man ihn, weil er dem Chef bis zum Ende einer Etappe noch helfen konnte, allerdings gedopt. ( Dem Edelhelfer Doping habe ich nie vertraut, abgesehen von Radler und Espresso, die meisten der oben genannten waren regelrecht abhängig.) Trotz Doping ist Udo Bölts für mich immer noch erwähnenswert, erstens weil er ehrlich gestanden hat, zweitens weil er unauffällig für sein Team vom Anfang bis zum Ende der Tour de France zur Sache ging, als Helfer, auch als psychologischer Berater. Als Jan Ullrich in den Vogesen schwächelte, puschte er ihn mit seinem unvergessenen Spruch: „Quäl dich du Sau!“ Diesen Aufruf hatte ich auf meiner Tour, öfter schon in der Vorbereitung, mehrmals im Kopf, und er hat auch mich motiviert.

Meine Wasserträger haben mir keinen Windschatten geboten und keine Wasserflasche angereicht, sie waren eher imaginär. Meine Unterstützer agierten im Hintergrund. Sie haben mich durch ihre Spenden angetrieben, ohne „quäl dich du Sau“ zu brüllen, ich habe trotzdem verstanden. Wenn es darum geht, ein Ziel zu erreichen, muss man beißen, da braucht man Ansporn. Man braucht auch Anerkennung, und, ich gebe zu, auch Bewunderung spornt an. Die kam von meinen Lesern und von etlichen Menschen, denen ich unterwegs begegnet bin.

Wenn ich dann abends meinen Tagesbericht schrieb, während des Wartens aufs Essen oder auch schon im Bett liegend, wollte ich auch etwas zurückgeben. Ich hoffe, es ist mir gelungen.

Peru 1980, Mitbringsel

Eine ganze Menge haben wir in einem Tragegestell und einem Rucksack befõrdert: zwei Teppiche, die lange Zeit Wand und Boden in unseren Wohnungen schmücken sollten. Pullover aus Alpakawolle, Hut und Mütze trug ich noch über Jahre. Drei Tongefäße, zwei Flaschen Pisco, vier Kürbisse mit Schnitzereien, eine Flöte. Der Pisco ist nicht mehr vorhanden. Es waren auch Schilfboote dabei, die kurzfristig schon gestohlen waren, aber wiedererobert, Stoffpüppchen, Schmuck, ein Spiegel…

Was bringt man mit aus Peru, aus einem Land, das man nicht kannte, geschweige denn kennt nach vier Wochen. Wir reisten mit offenen Augen, ja, aber, wir waren Touristen mit ganz beschränktem Zugang zum wirklichen Leben.

Wir haben aber vor allem mitgebracht die Erinnerung und die Eindrücke einer für uns anderen Welt, wohl auch fremden Welt, der wir uns teilweise annähern konnten, die uns auch akzeptierte, sei es als europäische Touristen, aber auch als zwei Menschen, die sich offen und ehrlich für diese Kultur interessierten. Wir haben vor allem mit eigenen Augen gesehen, welches Elend es in einem Land auf der dunklen Seite der Erde gibt. Inti, der Sonnengott, wurde von den Inkas als höchster Gott verehrt, er sollte gute Ernten bringen. Die einfachen Menschen warten bis heute auf für sie greifbare Erträge, für sie scheint die Sonne nicht. Hier wollten wir einen kleinen Beitrag leisten, um einigen wenigen Kindern die Chance zu geben, etwas Licht, eine Perspektive im Leben zu sehen.

Vor unserer Reise hatten wir einen VHS-Kurs in Spanisch belegt, der in einem Saarbrücker Gymnasium angeboten wurde. Dort sahen wir Werbung für ein Projekt dieses Gymnasiums: Patenschule Peru. Hier wollten wir uns engagieren. Eine Lehrerin an einer deutschen Schule in Lima koordinierte vor Ort. So wurden durch den Verein Baumaterialien gekauft, um einfache Schulgebäude in einem der Elendsviertel zu erstellen. Die Baumaßnahmen selbst wurden von Bewohnern der Favela ausgeführt, arbeitslose Männer gab es reichlich, das war ihr Beitrag für die Ausbildung ihrer Kinder. Der peruanische Staat verpflichtete sich, Lehrer zu schicken, wenn erst einmal ein Schulgebäude stand. Außerdem bekamen die Kinder eine warme Mahlzeit am Tag. Für die Ärmsten vermittelte die Lehrerin Patenschaften, so zahlten wir über die folgenden Jahre unter anderem Schulbekleidung, Bücher, Busgeld zu weiterführenden Schulen, einfach das Nötigste. Die von den Kindern und Jugendlichen geschickten Weihnachtsgrüße erhielten wir so gegen Ostern, es war uns schon klar, dass man ihnen zu diesem Brief dreimal ins Gewissen geredet hatte, es gab ja keinerlei persönlichen Bezug. Wenn dann ein kleines gemaltes Bildchen, ein geflochtenes Armband, ein Wollpüppchen mit im Brief lag, eine einfache persönliche Geste, rührte uns dies schon intensiv.

Irgendwann Anfang der achtziger Jahre kam die Anfrage unseres Freundes Hans aus Lima, ob ich Medikamente gegen Malaria besorgen könne, die dringend gebraucht würden. Ich versuchte es, schrieb rund ein Dutzend pharmazeutische Betriebe an, die entsprechende Produkte am Markt hatten. Eigentlich blauäugig, aber es funktionierte. Eine handvoll Produzenten reagierte und innerhalb von zwei Monaten hatte ich Medikamente im Wert von zigtausend Mark zu Hause liegen. Blieb der Versand, die Kosten wollte ich gerne übernehmen, Problem Zoll. Es ergab sich eine einfache, unbürokratische, diplomatische Lösung: Die Medikamente wurden über die peruanische Botschaft in der BRD zollfrei nach Lima versandt. WIn, win, win, … für einige Hundert Menschen, wie wir sie während unseres Urlaubes gesehen hatten, bei denen wir vielleicht gegessen hatten, mit denen wir sehr wahrscheinlich nie gesprochen hatten, die wir nie gesehen hatten, denen wir jetzt helfen konnten, mit einigen Stunden Schreiberei. Es hatte geklappt!

Wir haben viel mitgebracht aus Peru und konnten auch etwas zurückgeben.

1000 km, Berlin und Rückfahrt

Geschrieben im Zug nach Hause und in den Tagen danach.

Erst mit den Ruhetagen in Berlin merke ich, dass ich ordentlich strapaziert bin. Als wir samstags durch Potsdam gehen, fällt es Mira auf, dass ich gemächlicher laufe als sonst. Beim Treppensteigen ziehen die Oberschenkel auch noch nach zwei Tagen. Immerhin, Radfahren am Teufelsberg lief sehr gut. Wir sind jeden Tag von morgens bis abends unterwegs, meist zu Fuß.P1040111

Potsdam mit Schloss Sanssouci und seinem herrlichen Park lohnt immer einen Besuch.

img_20190806_125430_5.jpg

Im Technikmuseum hatten wir viel Spaß mit den Experimenten zum selber durchführen. Freude bereitete auch, Kindern und Eltern zuzuschauen. Danach erledigten wir noch Einkäufe im Unverpackt-Laden in Friedrichshain.

Heute morgen stehe ich zeitig auf, verpacke meine Gepäcktaschen und andere Utensilien in einem Karton und bringe ihn zum Paketservice. Ich kaufe frische Brötchen beim Bio-Bäcker und zwei Sandwiches für unterwegs. So können wir noch gemeinsam frühstücken, bevor ich zum Hauptbahnhof fahre. Ich ziehe zu dieser Tageszeit  das Fahrrad der S-Bahn vor. Schon viele sind auf dem Weg zur Arbeit, manchmal stehen wir Schlange vor den Ampeln. Die Straße des 17.Juni entlang durch den Tiergarten bis zur Siegessäule ist eine angenehme Strecke, zwar Verkehr, aber viel Platz.

IMG_20190807_082734_0 Dann geht es an Schloß Bellevue und dem Kanzleramt vorbei zum Bahnhof, mir bleibt, wie so oft, eine halbe Stunde Zeit. Alle Züge aus Richtung Hannover haben ordentlich Verspätung durch Unwetter und Personenschaden. Mein Zug startet pünktlich in Berlin.

IMG_20190807_083030_0Ich mache es mir gemütlich, schaue aus dem Fenster und döse vor mich hin. Mein Anschluss in Frankfurt kommt aus Hamburg, soll verspätet sein. Also suche ich frühzeitig eine Alternative zwischen Frankfurt und Mannheim. In diesem Regionalexpress futtere ich meine Brötchen, es ist längst Zeit,  etwas zu mir zu nehmen. Ab Mannheim ein anderer Regionalexpress Richtung Koblenz bis Dillingen.

IMG_20190807_150117_4Ein älteres österreichisches Ehepaar fährt bis Trier, will dann radelnd die Mosel entlang, nette Leute, schenken mir selbstgebackenen Kuchen. Ich versäume nicht, etwas Werbung für unsere Region zu machen. Ein junger Mann versucht verbal den Pfau zu spielen, vermutlich um seiner Gegenüber zu imponieren. Die lässt sich nur zu gelegentlichen Einwänden reizen. „Ich liebe den Mond, er hat so etwas kühles, geheimnisvolles!“ Wär er nur dort, ein wenig Abkühlung würde vielleicht ganz gut tun.

Ich lenke mich ab, rufe mir „Je veux“ von Zaz ins Gedächtnis. „Je veux crever la main sur le cœur“, habe ich zig mal vor mich hingesummt, wenn ich am kämpfen war. Ein alter francophoner Bekannter hat mir verraten, dass er am Berg immer vor sich hinmurmelt: „Je suis con, je suis con, …“, im Rhythmus des Tretens. Ich bevorzuge das Chanson. „. . ., je veux d’la joie, de la bonne humeur, . . ., je veux crever la main sur le cœur, papala, papapala.“ Das klingt positiver, motivierender. Die deutsche Übersetzung des Songtextes: „ich will mit der Hand auf dem Herzen krepieren“ vergesse ich schnell, stimmt zwar einerseits, passt aber so gar nicht zur Munterkeit, zum Elan dieses Chansons. „Ich will stolz, aufrecht dastehen, wenn ich mich für meine Ideen verreiße“, übersetze und interpretiere ich. Und das anschließende „papala, papapala“ nimmt viel von dem Pathos dieser Aussage. „ich will Freude, gute Laune, wenn ich mich für meine Ziele abrackere“, das gefällt mir, damit kann ich gut und gern die nächsten 20 Kilometer angehen oder die letzten 20 Kilometer für diesen Tag, mit einem Abendessen und Weizenbier vor dem inneren Auge, papala, papapala. Mit solchen Ideen, Gedanken, Interpretationen fliegen das Fahrrad, der Zug, die Landschaft, die Zeit dahin. Schon Saarlouis, Zeit zum Zusammenpacken!img_20190810_084218_4.jpg

Es ist mir oft schwer gefallen, abends auf dem Smartphone meist schon im Bett liegend noch im Blog zu schreiben. Wenn ich zu müde war, habe ich am nächsten Morgen um halb sechs, sechs bis zum Frühstück ergänzt, dann eingestellt. Umgekehrt waren die Rückmeldungen, oder auch die Anzahl der Leser, am zweiten Tag waren es immerhin 54, für mich Motivation zum Schreiben, und auch Ansporn den Schreibstoff zu erleben, sprich zu erfahren. Und wenn dann am Ende der Tour die Fans mit solchem Empfang aufwarten, was will man mehr, dann hat sich alles gelohnt. Dank an Bruno und all euch anderen „Wasserträgern“.

 

 

Nachschlag in Berlin

Der Teufelsberg im Grunewald ist die zweithöchste Erhebung in Berlin mit rund 120 Metern Höhe. Im Dritten Reich wurde mit dem Bau einer wehrtechnischen Universität begonnen. Nach dem Krieg wurden Teile abgerissen und als Baumaterial verwendet. Die Überreste wurden mit Trümmerschutt des zerstörten Berlin zugeschüttet, es entstand ein großer künstlicher Berg. Auf diesem Berg errichteten die Amerikaner eine Abhöranlage, sie lag immerhin mitten in Feindgebiet und war der nächste Punkt zu Moskau. Führungen werden angeboten und vermitteln interessante Details zur Geschichte dieses Berges.

520 Höhenmeter fehlen mir noch, die sollen heute abgehakt werden. Bei der Tour de France hängt 1000 Meter vor dem Ziel der Teufelslappen über der Piste, bei mir läutet der Teufelsberg den letzten Abschnitt ein. Christian begleitet mich an diesem schönen Sonntag. Wir fahren durch Charlottenburg Richtung Funkturm auf Radwegen die B2 entlang, dann in den Grunewald. Die erste Auffahrt zum Plateau des Hügels gehen wir langsam an, sind teilweise 10%. Den Kassierer frage ich, ob ich einige Male bis ganz oben durchfahren kann, erzähle ihm von meiner Tour. „Na klaro, räumen Sie dat rote Absperrband zur Seite, dann können se locker durchfahren!“ Ohne Eintrittskarten. Zweite Auffahrt im zweitkleinsten Gang geht auch noch. Ich düse wieder runter zum Parkplatz. Dritter Anstieg im dritten Gang, die letzten 100 Meter muss ich aus dem Sattel, Puls 140. Gute Beine, das läuft prima.

Wir lassen den Teufel hinter uns, bevor er mich reitet. Am Teufelssee sonnen sich schon die ersten Nackten. „Schon“ für Berliner Verhältnisse, es ist Mittag. Den Wannsee fahren wir auf kleinem Weg entlang, immer mehr Badegäste erreichen zu Fuss, per Fahrrad, die sandigen Buchten zum Baden, Picknicken, Chillen. Mit leichter Steigung geht es hoch zum Bahnhof, wieder runter zum See, dann auf langer Gerade hoch und runter zur Glienicker Brücke. Hier tauschten während des Kalten Krieges Ost und West des öfteren Agenten aus. Ich sehe rauchende Schlapphüte, dunkle Limousinen vor mir, und im Hintergrund gepanzerte Fahrzeuge mit MP-bewaffneten Insassen, war es echt oder ist das James Bond.
Klein-Glienicke war eine Exklave der DDR umgeben von Westberlin, Ortsteil von Babelsberg, nur über eine kleine Brücke zu erreichen. Die Häuser standen so dicht an der Mauer, dass kein Platz für Sicherheitsstreifen und Minengürtel war. Die Vopos patrouillierten am Fenster vorbei und schauten, wer am Frühstückstisch saß. Leitern mussten angeschlossen sein, ein Nachbar hätte ja die seine verlängern können. Bewohner dieses Viertels hatten ihren besonderen Ausweis, und Besucher mussten einen Passierschein beantragen, da ging nichts spontan. Wenn ein Arzt gerufen werden musste, brauchte auch der solch ein Dokument, das konnte Stunden dauern. Die Häuser von Verstorbenen oder Weggezogenen wurden oft abgerissen. In den Abschnitt rechts auf dem Luftbild gelangte man nur durch einen schmalen Korridor zwischen hohen Mauern, ein Freiluftgefängnis.

Wir fahren weiter über den nächsten Hügel nach Babelsberg, dann wieder zurück nach Wannsee, die AVUS entlang bis zur S-Bahn Grunewald. Uns beiden tut das Gesäß weh. Christian nimmt den Zug, ich gebe noch etwas Gas, brauche noch ein paar Meter. Hinweis Richtung Ku-damm, die Richtung stimmt. Als Radfahrer darf man die Busspur benutzen, das macht Freude. Ich beschleunige bis zum größten Gang, am Anfang im Wiegetritt, dann im Sitzen. Zwischen den Ampelphasen versuche ich den Wechsel vorauszuahnen und düse mit Tempo 40 an den anfahrenden Autos vorbei. Der letzte Kilometer, kein Teufelslappen, Schlüterstraße, den Pulk Pkw’s muss ich vorbeilassen und fahre nach links in die Bleibtreustraße, schnell abbremsen, da Kopfsteinpflaster. Vor mir sehe ich Christian, der gerade dem Bahnhof verlassen hat. Ich stoppen meine Garminuhr:550 Höhenmeter, die nächste Aufgabe meines Projektes ist erfüllt.

Hungrig sind wir. Der Tisch bei Osmans Töchtern in Prenzlauer Berg ist reserviert, mein Lieblingsrestaurant in Berlin. Wir teilen uns acht verschiedene Speisen: Linsenbällchen, Peperonipaste, Auberginen-Kaviar, Schafskäse mit Zwiebeln gefüllt, frittierte Teigröllchen mit dreierlei Schafskäse gefüllt, Hummus mit Tomaten-Paprika, weisse Bohnen, Bulgur Salat. Wir sind alle vier begeistert. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Besuch dort.

1000 km: 10 Etappe: Beeskow-Frankfurt/Oder-Berlin

Beeskow gefällt mir gut, nach dem freundlichen Empfang von gestern kann mir nur ein positiver Eindruck bleiben. Das Frühstück im Hotel Schwan ist reichlich mit großer Auswahl. Eine gute Grundlage kann ich noch brauchen. Dann noch Zähneputzen und das alltägliche morgendliche Schminken: Vaseline für den Po, Autan für de Beine, den Nacken, Sonnenschutz für Gesicht und Beine, Schutzstift für die Lippen. Etui als letztes in die Packtaschen. Smartphone auf dem Rücken links, Landkarte in der mittleren Tasche Taschentuch rechts. Noch ein Blick zurück ins Bad, ins Zimmer. Am Fahrrad dann die Taschen montieren, Uhr am Lenker befestigen, Kopftuch und Helm anlegen, Handschuhe überziehen, die Wasserflaschen waren schon vor dem Frühstück angebracht. Automatisierte Abläufe verhindern etwas zu vergessen. Und los geht’s, zuerst noch ein wenig steif und langsam. Das Kopfsteinpflaster in Brandenburg ist meist nicht so schön wie das auf dem Bild. Oft liegen da Brocken mit der Oberfläche halb so gr08 wie ein saarländisches Männertaschentuch. Die Erschütterungen erinnern die gesamte Wirbelsäule entlang an Strapazen zurückliegender Tage.
Wie der Name hier zustande kam? Das kenn ich doch. Schon wieder verfahren?
Spree und Oder sind hier nur einige Kilometer voneinander entfernt, ein kaum wahrnehmbarer Höhenzug trennt sie, eine Endmoräne aus irgendeiner Eiszeit. Die Spree wendet sich nach Westen, nimmt einen kurvenreichen, flachen Weg nach Berlin. Ich habe mir noch Höhenmeter und die Gegenrichtung in den Weg gelegt. 1000 km hatte ich schon irgendwann gestern. Diese Steine haben sie auch, Granitbrocken, die Gletscher von Skandinavien bis hierher geschoben haben, das meiste Gestein wurde unter dem Druck des Eises gerieben, bildet jetzt die Grundlage des sandigen märkischen Bodens. Manchen Bauern stören die Findlinge, er sammelt sie, zurück schicken wird sie wohl niemand. Sie können auch Grundlage für eine neue Vielfalt sein. Noch einmal das Thema Artenschutz. Die vielen Wahlplakate nerven mich, wie man merkt.
Um neun Uhr ist es noch ruhig am See von Müllrose.
Frankfurt erreicht, jetzt noch über die Brücke. Das Band ist gezogen, quer durch unsere Republik, von der ich erhoffe, dass sie die Rolle eines Bindegliedes in Europa. wahrnimmt, zusammen mit seinen Nachbarn. Man kommt nicht mit jedem Nachbarn immer gut zurecht, dann sollte man sich zusammensetzen, Abgrenzen oder Wegziehen sind m.E. nicht die besten Lösungen.

Hier habe ich jetzt die östliche Grenze unserer Republik überfahren, bin jetzt in Slubice, einst Vorstadt von Frankfurt. Die beiden Städte sind durch die Oder getrennt, wie nah sind sie sich gekommen, seit Polen in der EU ist? Ich kann es als Fremder in dieser Region nicht beurteilen. Ich wage zu behaupten , dass diese Grenze deutlicher wahrgenommen wird als die „Neutrale Straße“ in Leidingen. Interessant ist es, im Internet nachzulesen,wie viele geteilte Städte, Ortschaften es in der Welt gibt, gab. Das habe ich nach dem Mauerfall einfach Mal wissen wollen, ist Jahre her, da gibt es Kurioses, das meiste ist machtpolitisch vielleicht rational, menschlich irrational.

Blick auf Deutschland von Osten. Siehe erst Etappe. Was liegt da so alles dazwischen.
Tief im Osten. Grüße an Artur, Berthold und Frederik.
Es sind noch Kilometer bis Berlin. Als ich vor einem Jahr meinem Trainer Patrick das erste Mal von dieser Idee mit den 10er Potenzen erzählte, fand er das als Radsportbegeisterter selbstverständlich toll. Und er meinte: „Du musst trainieren, vielleicht noch abnehmen, beissen kannst du, das habe ich in Südtirol gesehen“. Hat mich schon ein wenig stolz gemacht, und der Ehrgeiz war geweckt. Im Wald begegne ich einer Gruppe, die mit dem Fahrrad unterwegs zu einem Badesee ist. Wir haben an einer Gabelung Orientierungsprobleme,die sich lösen lassen: wo ich herkomme, war nicht der See, wo sie herkommen, muss ich hin, also bleib für sie nur der dritte Weg. Der Familienvater mustert mich, mein Fahrrad, mein Gepäck und will mehr wissen. Ich erzähle von meiner Tour, von der Idee, die dahinter steckt. Ich gebe ihm auch einen Flyer. Er überfliegt kurz und sagt:“alle Achtung, da muss man schon ein wenig verrückt sein für sowas?“ Ich sage einfach: „Ja!“ Frau, Töchter, wir beide lachen herzhaft. Er ist promovierter Biologe, forscht in der Immunologie. Forscher gehen den Dingen gerne auf den Grund, und vom normalen Weg muss man für neue Ideen immer Mal abweichen. (immer wieder Metaphern und Assoziationen, ich habe viel Zeit unterwegs zum Sinnieren). Das sind schon zwei Bausteine für mein Projekt. Unterstützung für Amnesty ist ein dritter treibender Faktor. Ich will etwas besonderes bieten, Tour und Blog, um möglichst viele Personen zum Spenden zu animieren, ganz banal. Ich danke allen Wasserträgern von ganzem Herzen, für die Spenden, für Ansporn, Hochachtung, auch die motiviert. Macht,wo ihr könnt,noch etwas Werbung für mein Anliegen. Im Spätherbst werde ich unter Umständen in Leicks Hof ein paar Stories aus meinem Blog vortragen.
Letzte Pause in Fürstenwalde. In der Quinta mussten wir eine Geschichte zu einer Begebenheit aus dem Mittelalter erfinden. Ich machte daraus: „Die Sturmglocke von Fürstenwalde“. Die genauen Begebenheiten sind mir verloren gegangen, auf jeden Fall wurde die wertvolle Bronzeglocke vor herannahenden Feinden in der Spree versenkt. Mein Aufsatz wurde sogar in der Schülerzeitung abgedruckt. Na ja! Deutsch war nie mein Lieblingsfach.
Berlin, mein zehntes Bundesland ist erreicht, jetzt Land unter. Die Tour de France wird auch die Tour der Leiden genannt, ich habe nicht einmal mitbekommen wer gesiegt hat. Auch ich habe mehr als einmal gelitten, in der Hitze mit trockenem Mund, rauhem Hals, Salz in den Augen, wie benommen auf der Rheinfähre, noch 30km in der Glut. Schmerzende Beine eigentlich jeden Morgen für die erste Stunde, Schultern, Nacken, Handgelenke spüre ich erst am Nachmittag. Regenschauer in Franken, Tschechien, Leipzig und jetzt in Berlin können mich nur kurz aufhalten. Die Steigungen am Main, am Schneeberg habe ich mit Bravour und brennenden Oberschenkeln genommen, hätte vielleicht vorher noch mehr essen müssen. Schiebepartien an der Elster, mit den Klickpedalen auf feuchten Steinen, Baumwurzeln, Schotter, selbst bergab wegen der Sturzgefahr mehr gerutscht als geschoben. Dann doch noch ein Sturz in Leipzig, eigentlich harmlos: geprellter Handballen rechts, ich greife halt lockerer in den Tagen danach, kleine Schürfung am Ellenbogen, wird vom Regen reingewaschen, Prellung an der rechten Po-Backe, die spüre ich beim pedalieren und nachts, wenn ich mich umdrehen will. Ich kann jetzt schon wieder darauf liegen, tolle blaurote handgroße Verfärbung. Das Gesäß habe ich immer in der ersten Stunde morgens und ab drei am Nachmittag gespürt, aber irgendwann nicht mehr wahrgenommen, vielleicht, eher wahrscheinlich,war es am Schluss, so ab Darmstadt, den ganzen Tag über.
Radfahren reduziert mich auf das Wesentliche ,auf die Grundbedürfnisse. Es macht mir klar, wie wenig ich eigentlich brauche, wie viel ich tagtäglich dazugeschenkt bekomme.
Die körperliche Anstrengung hat Spuren hinterlassen: ich fühle mich topfit, mein Ruhepuls liegt bei knapp über 50. An den Hügeln und Wellen heute spüre ich mehr Kraft in den Beinen und mehr Luft in den Lungen. Da kann ich bei absehbarer Kuppe im Wiegetritt in höherem Gang den Anstieg nehmen ohne aus der Puste zu kommem. Und dann bergab: Kette rechts und Power, das ist die perfekte Welle. Euphorie durch Endorphine, das „Runners High“. Die Wolken im Westen bringen mich auf den Boden der Tatsachen zurück. Durch Wohnviertel am Müggelsee erreiche ich Berlin, mein zehntes Bundesland. Das Wasserwerk in Friedrichshagen würde ich gerne mal besichtige, ich rase vorüber. Die ersten dicken Tropfen, Grummeln und ferne Blitze, Regenjacke raus, der Himmel ergießt sich schon. Ich schiebe meine Rad noch schnell unter einen Balkonüberstand und drücke mich in einen Hauseingang. Gewitterböen, 2cm Wasser auf der Straße, Blitze, Donner, bleibt nur abwarten. Eine Viertelstunde später wage ich den Aufbruch, mir ist kalt geworden. Der S-Bahnhof Friedrichshagen kann nicht weit entfernt sein. Der nächste Schauer setzt ein, jetzt einfach durch, Licht hatte ich eingeschaltet, 10cm tiefe Pfützen, der Bahnhof ist nach 10 Minuten erreicht. Auf dem Bahnsteig kontaktiere ich Mira: 6 Uhr am Hauptbahnhof, alles klar. Ich triefe vor Nässe, schütte das Wasser aus meinen Schuhen. Tropfen rinnen aus meinem Helm und mischen sich mit Freudentränen. Ich habs geschafft.
Angekommen, 520 fehlende Höhenmeter werde ich morgen am Teufelsberg abrackern.